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Dr. Stephan Werle
Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates

Beckenbruch bei Osteoporose

Auch ohne Unfall können bei Strukturveränderung des Knochens (Osteoporose) Brüche des Beckens auftreten. Sind die Bruchfragmente nicht grob verschoben, bleiben die Brüche im Röntgen unsichtbar und lassen sich oft erst mit speziellen Untersuchungen (Computertomographie und Magnetresonanztomographie nachweisen.

Bei Kreuz- oder Beckenschmerzen sollte die Möglichkeit eines osteoporotischen Beckenbruchs in Betracht gezogen werden.

Die Behandlung besteht bei unverschobenen Brüchen des Beckens in der Regel in der Entlastung durch die Verwendung von Geh-Hilfen und der Schmerztherapie.

Treten bereits anfangs oder im Verlauf Verschiebungen der Knochenfragmente auf oder ist das Gehen aufgrund von starken Schmerzen stark eingeschränkt oder nicht möglich, sollte eine operative Stabilisierung in Betracht gezogen werden. 

Lubopelvine und Iliacale Stabilisierung

Für die operative Versorgung stehen heute moderne Konzepte zur Verfügung. Wichtig ist, bei der Stabilisierung die auf den Bruch einwirkenden Kräfte auszuschalten (Abb 1). Das gelingt durch die Verwendung moderner Implantate. Dabei lässt sich die Art der Fixation an die Bruchform anpassen (Abb 2 und 3).

Insbesondere bei osteoporotischen Brüchen ist die sichere Stabilisierung durch minimalinvasive Verfahren möglich. 
Der Vorteil der operativen Stabilisierung liegt in der sofortigen Belastbarkeit, raschen Schmerzlinderung und der Vermeidung längerdauernden Liegens.
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