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Dr. Stephan Werle
Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates

Nachbehandlung nach Wirbelsäulenoperation

das können Sie erwarten

Frühphase

Im Anschluß an eine Operation an der Wirbelsäule folgt in der Regel zunächst eine kurze Phase der Nachbetreuung auf einer Überwachungsstation. Überwacht werden u.a. die Herz-Kreislauf- und die Atmungsfunktion, um Veränderungen zu erkennen und frühzeitig darauf reagieren zu können. Ausserdem kann der Patient hier schmerztherapeutisch besser versorgt werden.

während des stationären Aufenthaltes

Während der weiteren Behandlung wird die Wundheilung überwacht und die Schmerztherapie an den Heilungsverlauf angepasst.

Es wird eine rasche Mobilisation angestrebt, d.h. der Patient soll möglichst schnell wieder selbstständig aufstehen und laufen können. Dabei erfolgt eine physiotherapeutische Anleitung zu „rückengerechtem“ Verhalten und falls nötig zum Gebrauch von Hilfsmitteln.

Wie im Einzelnen die Nachbehandlung erfolgt, hängt im Wesentlichen von der Art der operativen Versorgung ab. Wichtig ist dabei, welche Belastungen und Bewegungen für die behandelte (operierte) Wirbelsäule erlaubt sind. Die Anleitung zum Verhalten nach einer Behandlung und insbesondere nach einer Operation erfolgt durch Ärzte und Physiotherapeuten.

Falls eine Versteifung oder Stabilisierung der Wirbelsäule durchgeführt wurde, ist wichtig, daß der betreffende Wirbelsäulenabschnitt mechanisch ruhiggestellt ist. Eine äußere Ruhigstellung (z.B. durch ein Korsett) ist in der Regel nicht nötig. Wichtig ist jedoch, daß in der Anfangsphase bestimmte Rumpf-Bewegungen vermieden werden. Diese Bewegungseinschränkungen können später gelockert bzw. aufgehoben werden, wenn es zu einer knöchernen Stabilisierung kommt.

In der Regel wird bei der Therapie eine stufenweise Belastungssteigerung angestrebt. Im Hinblick auf rückengerechtes Verhalten werden Techniken des Hebens und rückenschonende Bewegungsabläufe trainiert.

Rehabilitation

Die Durchführung einer Rehabilitation kann in den meisten Fällen befürwortet werden. Allerdings gelten auch hier unter Umständen die vorübergehenden Bewegungseinschränkungen. Unter Berücksichtigung der individuellen Konstellation (operatives Verfahren, Belastbarkeit, Selbstständigkeit, häusliche Situation) wird über Sinn und Zeitpunkt einer Rehabilitations-Behandlung beraten.

Patientenmitverantwortung

Neben der Qualität der operativen Versorgung und der medizinischen Behandlung und Pflege nach einem Eingriff trägt der Patienten selbst wesentlich zum Erfolg bei. Wichtig ist Ihre Bereitschaft, den Nachbehandlungsplan aktiv umzusetzen. Bereits in der Planung der Behandlung sowie während der Visiten und der Physiotherapie werden Sie zu Belastbarkeit und vorübergehenden Bewegungseinschränkungen beraten und angeleitet.

in der Nachbehandlung gilt generell

  • langdauernde monotone Körperpositionen (langes Sitzen, Stehen) vermeiden
  • eine aufrechte, stabile Körperposition einnehmen
  • schweres und besonders asymmetrisches Heben vermeiden
  • bei Lagewechseln möglichst wirbelsäulenschonende Bewegungen ausführen
  • schmerzverstärkende Bewegungen und Belastungen meiden
  • die Wirbelsäule im erlaubtem Umfang durch erlernte Übungen belasten
wirbelsäule
nachbehandlung