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Dr. Stephan Werle
Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates

Rheumatoidarthritis

Rheumatoidarthritis kann an der Wirbelsäule durch wiederkehrende Entzündungen zu einer Zerstörung von Gelenkstrukturen führen. Die Folge sind Wirbelverschiebungen, schmerzhafte Gefügelockerungen. Dadurch wiederum kann eine Spinalkanaleinengung mit Gefahr für Nervenstrukturen (Rückenmark, Nervenwurzeln) entstehen.
Darüber hinaus können Veränderungen der Knochenstruktur im Sinne einer Osteoporose durch eine langjährige Kortison-Behandlung u.a. zu Wirbelbrüchen führen oder operative Behandlungen an der Wirbelsäule erschweren.

Halswirbelsäule

Die Gelenke zwischen Kopf und Halswirbelsäule sind aufgrund ihres Aufbaus häufig von entzündlich-rheumatischen Veränderungen betroffen. Gefügelockerungen können hier zu erheblichen Wirbelverschiebungen führen. Die Gefahr besteht in der Schädigung des oberen Rückenmarkes oder des Hirnstammes mit Beeinträchtigung lebenswichtiger Funktionen.

operative Behandlungsmöglichkeiten

Da Beschwerden mitunter erst spät und allmählich auftreten, ist im Verlauf der Erkrankung eine gezielte Untersuchung vor allem der Halswirbelsäule in Betracht zu ziehen. Bei Vorliegen entsprechender Veränderungen ist der Zeitpunkt einer operativen Versorgung zu planen. Dabei muß man berücksichtigen, daß es kaum Möglichkeiten gibt, eine Gefügelockerung nicht-operativ zu behandeln. Darüber hinaus weiß man, daß eine rechtzeitige Operation das Fortschreiten der Veränderungen mit Übergreifen auf benachbarte Gelenke verhindert. Dies bedeutet, daß eine frühere Operation weniger versteifend erfolgen kann und die Kopfbeweglichkeit erhalten bleibt. Für die operative Versorgung stehen etablierte minimalinvasive Techniken zur Verfügung.

wirbelsäule
rheumatoidarthritis