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Dr. Stephan Werle
Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates

Infektionen der Wirbelsäule

Infektionen an der Wirbelsäule zählen zu den selteneren, jedoch tendenziell häufiger werdenden Erkrankungen. Ursächlich kommen verschiedene Wege der Infektionsausbreitung in Betracht. Meist entstehen diese Infektionen jedoch durch über den Blutweg eingeschwemmte Bakterien.

Bei der nicht-operativen Behandlung kann eine eingeschränkte Blutversorgung der Bandscheiben dazu führen, daß bei einigen Patienten Antibiotika in der Bandscheibe nicht ausreichend gegen die Infektion wirken können. In diesen Fällen sollte eine operative Versorgung erfolgen. Darüber hinaus sind zunehmende Formveränderungen der Wirbel durch die Infektion Gründe für eine operative Behandlung.
Mit operativer Entfernung des entzündlichen Gewebes und Stabilisierung der Wirbelsäule sowie zusätzlicher gezielter antibiotischer Therapie sind die Aussichten für eine vollständige Heilung erfahrungsgemäß ausserordentlich gut.

nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten

In Anfangsstadien bei wenig ausgeprägten entzündlichen Veränderungen kann eine antibiotische Behandlung zum Erfolg führen. Die Therapie kann wirksamer durchgeführt werden, wenn es gelingt, die Infektionserreger (meist Bakterien) zuvor zu identifizieren. Die Therapiekontrolle erfolgt durch Bestimmung von Laborwerten sowie durch Röntgen und MRT-Untersuchungen.

operative Behandlungsmöglichkeiten

Bei ausgeprägten Veränderungen durch die Infektion (Zerstörung der Wirbelkörper, Eiteransammlungen) sollte eine operative Behandlung erfolgen. Diese umfaßt die Entfernung der von der Infektion betroffenen Gewebsanteile (Bandscheibe, Knochenanteile), die Entfernung von Eiteransammlungen und andererseits eine Stabilisierung durch Implantate. Abhängig von Ausdehnung und vom betroffenen Wirbelsäulenabschnitt, kann in der Regel ein wesentlicher Teil oder der gesamte Eingriff minimalinvasiv durchgeführt werden.

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